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Fleischkonsum und Nachhaltigkeit – geht das überhaupt?

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2021

Kein Thema wird in Bezug auf Nachhaltigkeit mehr diskutiert: der Fleischkonsum in Deutschland. Jede/r Deutsche verzehrt im Durchschnitt ca. 60 kg Fleisch und Wurst pro Jahr. Damit sind zwei Probleme verbunden: einerseits benötigt der Anbau von Tierfutter sehr viel Fläche und zum anderen verursacht die Tierhaltung den größten Teil der CO2Emissionen aus der Landwirtschaft. Dabei steht vor allen die Rinderhaltung bzw. das Rindfleisch stets in der Kritik.

Die Werte genauer anschauen

Betrachten wir nun also den CO2-Fußabdruckvon einem Kilogramm Rindfleisch genauer: insgesamt beträgt dieser ca. 13 Kilogramm, der größte Anteil dabei, ca. 6 Kilogramm, wird durch die Methan-Rülpser der Wiederkäuer verursacht. Weitere 4 Kilogramm CO2 macht das Sojafutter aus Übersee aus und die restlichen 3 Kilogramm stammen unter anderem aus der Schlachtung und dem Transport. (Anmerkung: Durchschnittswert, abhängig von mehreren Faktoren des Produktes; der Treibhauseffekt von Methan wurde auf CO2umgerechnet).

Vergleicht man diese Werte mit dem CO2 Ausstoß von einem Kilogramm Obst und Gemüse, das bei ca. einem Kilogramm CO2 pro Jahr liegt, sind 13 Kilogramm CO2 sehr viel. In diesem Vergleich wird deutlich, wie enorm hoch der CO2-Ausstoß von Rindfleisch ist und warum eine Reduktion des Fleischkonsums so wichtig für unsere Umwelt und das Klima ist. (Anmerkung: Durchschnittswert, abhängig von mehreren Faktoren des Produktes)

Bezogen auf den durchschnittlichen Verzehr von ca. 10 Kilogramm Rindfleisch pro Person pro Jahr in Deutschland, werden ca. 133 Kilogramm CO2 pro Jahr durch den Konsum von Rindfleisch freigesetzt. In Betrachtung des gesamten CO2-Fußabdruckes eines Bundesbürgers, der bei ca. 11.000 Kilogramm liegt, macht der Verzehr von Rindfleisch lediglich 1,3% aus! Auch wenn das nur ein kleiner Teil des Gesamten ist, ist es umso wichtiger diesen zu verringern, da er in der Masse seinen Anteil dazu beitragen kann.

Grasflächen, Grasland und Humus

Rinder müssen keinen Mais, Getreide und Soja fressen, sondern brauchen hauptsächlich Gras und Kräuter bzw. Grasflächen. Dabei machen diese Flächen den größten Teil der landwirtschaftlichen Flächen aus. Hierbei ist es wichtig zu verstehen, dass sich Grasland nicht zu Ackerflächen umwandeln lassen, da die Flächen oft zu steil, zu steinig, zu nass oder zu trocken sind. Wann immer man das versucht, entstehen regelmäßig ökologische Schäden, wie z.B. der Verlust an Artenvielfalt.

Darüber hinaus gibt es noch einen wichtigen Fakt: unter Grasland bildet sich oft viel Humus, was gerade bei der natürlichen Speicherung von CO2 eine wichtige Rolle spielt. Humus hat das Potential pro Hektar ca. 3-6 Tonnen CO2 zu binden und somit die Atmosphäre zu entlasten. Das entspricht einer größeren Bindung, wie es z.B. auf Ackerböden und sogar in den Wäldern zu finden ist.

pexels-peter-fazekas

Also?

Was bedeutet das nun für den Fleischkonsum? Grundsätzlich lässt sich festhalten, dass der hohe Fleischkonsum in Deutschland das Klima nachhaltig schlecht beeinflusst. Ein kompletter Verzicht auf Fleisch wäre also die einfachste Lösung.

Doch für all diejenigen, für die der Fleischverzicht keine Option ist, heißt das im Umkehrschluss: passen Sie Ihren Konsum an! Weniger Fleisch, Fleisch aus artgerechter Tierhaltung, ökologisch nachhaltig und aus bäuerlicher statt industrieller Landwirtschaft.

Mit unserem lokalen Partner Fairfleisch haben wir in der Region ein Unternehmen, dass diese Punkte strikt befolgt.